Als Vorhut begaben sich Roland, Lukas und ich am Freitag Nachmittag auf den 327km langen weg nach Köngen. Der erste Planmäsige halt war der Burger King an der Raststätte Hochfellen nach unglaublichen 18,4km. Dort lernten wir das Burgerking Thekentussis RC Car Fahrer sofort als Herdentiere identifiezieren und wir zusammen bei ihnen Bestellen müssen, dass bei soviel Menschenkentniss das Gefühl für Zahlen auf der strecke bleibt, muss nicht erwähnt werden.
Die nächsten 160km bis zum 2. Zwischenstopp verbrachte Roland damit das W-LAN im Auto zum laufen zu bekommen um endlich (wie er meint) normale Musik zu hören. Wir machten also ein Spiel daraus um keine langeweile aufkommen zu lassen. Es hiess wie weit kann man eine A-Klasse bei 140km/h zerlegen und wieder zusammensetzten und dabei die beiden benötigten Kabel finden. Dabei sind ein paar sehr skurile Bilder entstanden.
An der Tankstelle in adelzhausen verkaufte uns ein netter Seemann mit Holzfuß ein Eis und so konnte die fahrt frisch gestärkt weitergehen. Als der Eichelberg hinteruns war beschlossen wir das Navi zu starten um nicht die Ausfahrt zu verfehlen. Problem war nur das unsere geschwindigkeit anscheinend nicht für gewöhnliche Tomtoms zu verarbeiten war. Mit knapp 600km/h (laut Navi) rasten wir Richtung Stuttgart. Zufallsprinzip, (ach geh oa Ausfahrt kemma scho no obn bleim), Glück gepaart mit einer unbeschreiblichen Ortskenntnis trafen wir gleich die richtige Ausfahrt und konnten 15 Minuten später die ersten dummen sprüche über das nicht funktionierende einbahnstraßen system vor der Köngener Strecke loswerden.
Vor Einbruch der Dunkelheit ein passendes Plätzchen gesucht und beide Pavillions aufgebaut und so war unsere Misson am Freitag erledigt. So konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden.
Unser Hotel war trotz falscher Wegbeschreibung unseres Jo´s zu finden, anschließend in die von Herrn Schweickhart empfohlene Pizzaria. (sehr guter Tipp, Danke) Nachdem die Hawaiipizzen mit Sardienen verdrückt waren ging es ins Quatrium auf einen Cocktail, zu unserem Erstaunen war dieses Gebäude: Rathaus, Wellnesstempel, Restaurant und Cocktail Loungé in einem.
Nach unserem zweiten Drink sind auch unsere Nachzügler an der Strecke in Köngen angekommen. Dort wurde dann gemeinsam die Gruppeneinteilung begutachtet und der Zeitplan studiert, dass dem Unternehmen Deutsche Meisterschaft nichts mehr im Wege stehen konnte.
Samstagmorgen, wir startetet motiviert Richtung Vereinsgelände des RCC Köngen, dort angekommen trafen wir den Rest unserer Truppe an ihren Schraubertischen.
Die Ladegeräte und sonstiges Equipment wurde aufgebaut und jeder fieberte seinem ersten Trainingslauf entgegen, als plötzlich einsetzender Regen die Stimmung ein wenig drückte. Nun war bastlerisches Geschick, viel Klebeband und Erfindertum gefragt – ODER einfach eine 2wd Karosse (die ich mir zum Glück von Roland schnorren konnte) gefragt. So die Empfindliche Elektronik sauber verpackt machten wir uns an die ersten Trainingsläufe. Der eine mit mehr der andere mit weniger Erfolg und von sechs gestarteten Trucks der Inzeller kamen nur zwei nach sieben Minuten ins Ziel. Für die einen hies es nun Frühstücken und für den größeren Teil „zangln“. Um die Kiste für den nächsten Lauf wieder komplett zu bekommen. Diese Quote konnen wir im zweiten Trainingslauf von 33 auf 50% steigern. Den dritten Trainingsdurchgang konnten alle Inzeller komplett zu Ende fahren.
Nach den Trainings- starteten die Vorläufe in den gleichen Gruppen. In der Gruppeneinteilung wurde auf den Wunsch von Christine Rücksicht genommen und die Inzeller waren in alle sechs Modifiedgruppen eingeteilt. Im Regen von Köngen setzten sich nach den erstem Vorlauf Chris Geier vor Stefan Pfeifhofer und Alex Rönisch auf die ersten 3 Plätze. Weitere Inzeller dahinter: 7. Roland 12. Lukas 20. Rudi 28. Jo 42. Ich.
Ich bekam an dem Tag leider nicht viel mit, da jeder in seinem Pavillion hockte und gegen das kalte Regenwetter kämpfe an dem man normalerweise keinen Hund vors Haus jagt. Es regnete den ganzen Nachmittag und am Abend nach 3. Vorläufen sah man folgendes Ergebniss an der Tafel hängen.
1. Chris Geier 2. Alex Rönisch 3. Stefan Pfeifhofer 8. Roland Pfeifhofer 12. Lukas Stadler 28. Rudi Pfeifhofer 34. Jo Eder 44. Patrick Ehmer.
Nach dem Abendbuffet, an dem wir uns den Bauch ordentlich vollschlugen räumten Lukas, Jo und ich unsere Schrauberplätze und fuhren in unser Quartier um erstmal heiss zu duschen.
Dannach machten wir noch Wernau unsicher. In einer Eckkneipe ließen wir uns noch ein paar Drinks schmecken um die nervosität runterzuspülen und so eine ruhige erholsame Nacht zu haben.
Der Sonntagmorgen kam für uns zu bald
Aber mit neu gefundener Motivation machte ich mich an einen kurzen Serviceeinsatz meines Trucks der ihm mit sicherheit nicht schlecht tat. Ein neuer Satz hinterreifen wurde auch gleich geklebt um später in den Finals angreifen zu können. Diese Motivationsspritze hat aber nicht jeden gepickst. (Ich nenne keine Namen)
Der Regen ließ am Morgen nach und im laufe des Vormittags riss es auf, die Sonne kam zum Vorschein. Durch die auftrocknende Strecke wurden nun die schnellsten Zeiten gefahren. Kim der am Samstag mit seiner Heimstrecke nicht so gut zurecht kam, konnte am Sonntag zwei Blitzsaubere Läufe nachhause bringen und sich die Pole Position sichern.
Nach den Vorläufen sah das Klassment also folgendermaßen aus: 1. Kim Sitensky 2. Chris Geier 3. Alex Rönisch 4. Stefan 8. Roland 15. Lukas 25. Rudi 28. Jo 42. Patrick
Die Finale fanden bei bestem Wetter statt, der Naturrasenanteil hingegen hat sehr gelitten.
Das erste A Finale konnte Stefan gewinnen. Nach einem kleinem Fehler von Kim konnte er ihn in der Überzeitrunde überholen und holte sich somit den ersten Laufsieg. Unser Final-Roland konnte sich den 4. Platz sichern.
Im B Finale konnte Lukas an diese Leistung nicht anknüpfen, das aber mit auch damit zu tun hatte das in diesem Finale alles sehr eng zuging und auch das eine oder andere Mal mit zu harten Bandagen gefahren wurde. Der amtierende Schweizer Meister machte in diesem Lauf am Meisten auf sich aufmerksam, ohne den Lauf für sich zu entscheiden
Im C-Finale lief für unsere beiden Starter Rudi und Jo auch nicht alles perfekt sie kamen auf Rang 6 bzw 8 ins Ziel. Ich belegte in meinem E(imer)-Finale den 2. Platz.
Den zweiten Durchgang der Finals verlief ähnlich wie der erste. Nur diesmal konnte sich Kim vor Stefan durchsetzten. Roland kam diesmal nicht so gut durchs gewühl und musste sich mit einem 8. Platz zufrieden geben. Im B-Finale konnte sich Lukas auf Rang 6 verbessern, Björn Belino sicherte sich mit dem zweitem Laufsieg den 11. Gesamtrang. Rudi hatte leider in seinem 2. Lauf Technische Probleme und musste aufgeben, Johannes belegte Platz 7 und ich Gewann mein Finale zwar deutlich, in der Gesamtzeit fehlten mir aber neun Sekunden auf Dominic Gioia, sodass ich mich mit Gesamtrang 42 zufriedengeben musste.
Im letzten Finaldurchgang ging es also um den Deutschen Meistertitel zwischen Kim und Stefan die beide mit je einem Laufsieg in Führung lagen. Stefan führte lange in diesem Lauf, Kim saß ihm die ganze Zeit im Nacken und versuchte ihn in Fehler zu treiben, was ihm aber nicht gelang. Auf der Langen geraden versuchte es Kim und ging an Stefan vorbei. Er konnte aber dran bleiben. Stefan machte einige kleine Fehler, riskierte aber viel und fuhr die schnellsten Runden im Feld. Stefan flog leider in der neunten von 12 Runden auf dem kleinen Sprung in den Naturrasen ab, und Alex Rönisch konnte vorbeigehen. Kim nahm nun deutlich an Tempo raus, sicher zu Ende fahrend würde ihm keiner mehr den DM Titel nehmen können. In der letzten Runde kamen Alex und Stefan nocheinmal ran und Kim „musste“ Alex in der letzten Kurve passieren lassen. Somit stand Alex Rönisch als Ditter, Stefan als Vize- und Kim Sitensky als neuer Deutschermeister fest.
Somit belegten die Fahrer des MAC Inzells folgende Plätze:
2. Stefan Pfeifhofer 5. Roland Pfeifhofer 18. Lukas Stadler 28. Rudi Pfeifhofer 29. Jo Eder 42. Patrick Ehmer
by Patrick Ehmer